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Pressemitteilung: Nachhaltige Mobilität in der Corona-Krise – in Reinickendorf Platz für Fahrrad- und Fußverkehr schaffen

Eva Marie Plonske, Reinickendorfer Abgeordnete der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus, fordert das Bezirksamt Reinickendorf auf, gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (Sen UVK) im Sinne einer pandemieresilienten Infrastruktur auch in Reinickendorf temporäre Radstreifen einzurichten. Eine Umsetzung kann auf Grundlage der dafür bereits vorhandenen Regelpläne von SenUVK ohne größeren Aufwand kurzfristig angeordnet werden. Vorgeschlagen werden unter anderem die Berliner Straße in Tegel, die Ollenhauer Straße (südlich der S-Bahn Trasse), sowie die Scharnweberstraße.

Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg hat bereits in den letzten drei Wochen fünf temporäre Radstreifen eingerichtet und zog eine positive Zwischenbilanz. Davon zeigt sich Eva Marie Plonske sehr angetan und freut sich sehr, dass die Senatsverwaltung Umwelt, Verkehr und Klimaschutz eine große Bereitschaft signalisiert, nach dem erfolgreichen Start in Friedrichshain-Kreuzberg auch in anderen Bezirken die Einrichtung von noch weiteren Radstreifen zu unterstützen. „Ich hoffe, dass auch das Bezirksamt Reinickendorf hier die Zeichen der Zeit und den Bedarf für eine nachhaltige Mobiltät erkennt, und auf das Angebot zurückgreift. Das Fahrrad stellt in der Corona-Krise derzeit das optimale Verkehrsmittel dar, da es den ÖPNV entlastet, das Immunsystem der Radfahrenden stärkt und ein vergleichbar niedriges Infektionsrisiko wie das Autofahren aufweist. Angesichts der vielerorts noch mangelhaften Radinfrastruktur, wie sie leider auch der Bezirk Reinickendorf größtenteils aufweist, wird ein ausreichendes Abstandhalten aber aktuell massiv erschwert. Hier können die temporären Radstreifen für Entlastung sorgen. Das betrifft auch die Schulwege von tausenden Schülerinnen und Schülern im Bezirk, wenn der Schulbetrieb sukzessive wieder in Gang kommt.”

In Hinblick auf die Wiedereröffnung kleinerer Geschäfte, voraussichtlich ab dem 22. April 2020, ist zudem mit einem vermehrten Aufkommen von Warteschlangen auf den Bürgersteigen zu rechnen. Damit Fußgänger*innen diese mit dem geforderten Mindestabstand passieren können, fordert Eva Marie Plonske das Bezirksamt auf, zusätzlich zu prüfen, welche Optionen insbesondere in Straßen mit einer hohen Anzahl von Geschäften bestehen, um dem Fußverkehr ebenfalls mehr Platz einzuräumen. „In der zentralen Einkaufszone der Berliner Straße in Tegel zum Beispiel sind die Bürgersteige alleine viel zu schmal, um in der aktuellen Situation und bei Öffnung der Geschäfte die nötigen Abstandsregeln einhalten zu können“ mahnt Eva Marie Plonske die Verantwortlichen im Bezirk.