Corona-Virus

Aktuelle Maßnahmen im Wissenschaftsbetrieb für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Corona-Virus

Die Ausbreitung des Corona-Virus hat unser Zusammenleben in allen Bereichen eingeschränkt und verändert. Das gilt auch für den Wissenschaftsbetrieb. Auch die Hochschulen und der Wissenschaftsbetrieb müssen ihren Teil dazu beitragen, Risikogruppen zu schützen und die Verbreitung des Virus einzudämmen. Deswegen wurden weitreichende Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie beschlossen. Die Maßnahmen stehen alle unter dem Vorbehalt, nach Bedarf angepasst zu werden. Ihr findet hier tagesaktuell die wichtigsten offiziellen Verordnungen und Meldungen:

www.berlin.de/sen/wissenschaft/

Grundsätzlich gelten an den Hochschulen und im gesamten Wissenschaftsbetrieb die gleichen Regeln wie überall sonst auch. Menschenansammlungen sind zu vermeiden und bei zwingend notwendigen Kontakten sind Hygienemaßgaben zu beachten.

Um wichtige Fragen tagesaktuell klären zu können, hat die Senatskanzlei mit den Hochschulen zusammen eine TaskForce eingerichtet. So wurde uns zum Beispiel am Montag mitgeteilt, dass die Senatsverwaltung den Hochschulen die dringende Empfehlung gibt, alle Arbeitsverträge so zu gestalten und abzuschließen, als würde der normale Vorlesungs- und Prüfungsbetrieb stattfinden. Dies betrifft besonders alle Lehraufträge, Privatdozent*innen und Honorarprofessuren. Der Landeszuschuss wird weiterhin gezahlt, sodass bei den Hochschulen an dieser Stelle keine Verdienstausfälle entstehen. Auf diesem Wege können wir sicherstellen, dass alle an der Hochschule Beschäftigten ein geregeltes Einkommen behalten.

Die finanzielle Sicherheit der Studierenden haben wir ebenfalls im Blick. Das Bafög wird weiter ausgezahlt, da die kommenden Wochen wie eine verlängerte Vorlesungsfreie Zeit gehandhabt werden. Für Prüfungen werden je nach Fach und Prüfungsgegenstand digitale Lösungen gesucht. Dies stellt die Hochschulen und Fachbereiche derzeit vor extreme Herausforderungen. Es ist davon auszugehen, dass ein nicht geringer Anteil von Prüfungen verschoben werden muss. Genaueres entscheidet sich aber je nach Möglichkeiten der jeweiligen Fachbereiche in den nächsten Tagen. Die Abgabefristen für Abschlussarbeiten laufen – rückwirkend ab dem 12.03. – nicht weiter. Erst wenn der Regelbetrieb wieder aufgenommen wird, laufen die Fristen weiter.

Der Betrieb an den Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen wird ab Freitagabend, 20.03. auf einen Präsenznotbetrieb beschränkt. Im Verwaltungsbetrieb werden Maßnahmen getroffen möglichst viele Tätigkeiten im Home-Office zu ermöglichen. Die Hochschulem sind bemüht, dies bestmöglich umzusetzen. Mensen bleiben geschlossen, der Hochschulsport findet nicht statt und Bibliotheken werden auf das digitale Angebot reduziert.

Die Maßnahmen gelten vorerst bis zum Ende der Osterferien. Über die Notwendigkeit einer möglichen Verlängerung wird diskutiert. Die Bundesländer bemühen sich, ihre Maßnahmen zu koordinieren und die Senatskanzlei steht auch hier im engen Austausch. Falls sich der Semesterstart weiter verzögern sollte, sind auch für das Sommersemester Online-Vorlesungen statt Präsenzveranstaltungen denkbar.

Insgesamt sind die Auswirkungen auf den Wissenschaftsbetrieb natürlich noch nicht absehbar. Aber wir müssen davon ausgehen, dass wir mit den Folgen der Pandemie auch in diesem Bereich noch einige Zeit zu kämpfen haben werden. Die aktuelle Situation stellt uns vor Herausforderungen, die wir so in Berlin noch nicht hatten und die uns alle eine lange Zeit begleiten werden. Ich hoffe sehr, dass wir diesbezüglich in Berlin eine große Kreativität entwickeln. Wir bemühen uns, Lösungen zu finden, um die negativen Auswirkungen für Hochschulen, Studierende und Wissenschaftler*innen abzumildern.